Raus aus dem Microsoft-Lock-in? Eine Frage der Datensouveränität
Mindestens im deutschen Mittelstand entsteht der Eindruck, als ob es keine Alternative zu Microsoft und dem M365-Ökosystem gäbe. Obwohl Microsoft bemüht ist, diesen Eindruck zu verstärken, besteht die Frage, inwieweit diese Annahme überhaupt richtig ist. Sie betrifft natürlich nicht nur Microsoft, sondern ist angesichts der sich aktuell ändernden Rolle der USA in der Welt für die ganze IT wichtig geworden. Blindes Vertrauen in die Systeme amerikanischer Hersteller erscheint uns plötzlich irgendwie naiv und riskant.
Aktuell scheinbar kein Handlungsbedarf
Um beim Beispiel Microsoft zu bleiben: Viele Unternehmen nutzen Produkte von Microsoft aus Gewohnheit und Bequemlichkeit, nicht unbedingt wegen deren optimaler Leistung und Funktionalität. Die zugegeben gute Integration der Produkte – alles wirkt wie aus einem Guss –, die Lizenzpolitik sowie die im Prinzip einheitliche Administration unterstützen dies zusätzlich.
Aktuell also scheinbar kein Handlungsbedarf. Und auch, dass sich die Erwartungen an den Umstieg zu Azure generell zumindest auf der Kostenseite nicht erfüllt haben, führt nicht unmittelbar dazu, die Vorgehensweise aktiv zu hinterfragen.
Der Ausstieg ist komplex, aber möglich
Ein strategischer Ausstieg aus dem Microsoft-Lock-in ist sehr komplex, aber auch nicht unmöglich. Wichtig ist dabei eine Analyse der individuellen Prozesse, der Kommunikationswege und der Sicherheitsanforderungen eines Unternehmens.
Alternativen anderer Hersteller oder Open-Source-Lösungen aus der Linux-Welt bieten im Gegenzug die Chance auf Wettbewerbsvorteile durch einen Best-of-Breed- oder Best-in-Class-Ansatz (Total Cost of Ownership) sowie bessere operative Kontrolle.
Wie sehen Sie das: Lohnt sich der Blick über den Tellerrand?
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